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Ladungssicherungsmaterialien Ladungssicherung von Pkw und Lkw auf Straßenfahrzeugen |
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Ladungssicherung von Pkw u. Lkw
auf Straßenfahrzeugen unter Beachtung des geänderten § 22 StVO (Regeln
der Technik)
Einhaltung
der VDI 2700 Blatt 8 – beim Transport von Pkw und Klein-Lkw |
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| Umsetzung
der VDI 2700/8 auf
den Transport von Lkw |
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In
einer Vielzahl von Verkehrskontrollen wurde festgestellt, dass beim
Transport von Kraftfahrzeugen (Pkw u. Lkw) die verwendeten Zurrmittel
nicht entsprechend der technischen Regeln eingesetzt werden. Es ist gang
und gäbe, dass sowohl die handelsüblichen Einspitzhaken als auch die
Doppelspitzhaken in den Lochblechen des Fahrzeugaufbaues eingehängt
werden. Dabei werden diese
nicht im Hakengrund, sondern hauptsächlich auf der Spitze
belastet. Somit entstehen unerwünschte Punktbelastungen, welche zu Beschädigungen
an den Fahrzeugaufbauten der Transportfahrzeugen führt. Der
Zustand der angetroffenen Zurrmittel entspricht sehr oft nicht den
Vorgaben. Auf
Grund dieser Feststellungen wurden in der Versandabteilung der Fa.
DaimlerChrysler in Wörth am Nach
weiteren Ermittlungen und Gesprächen wurden am Blechtyp
1:
Einschweißblech; Blechstärke
2,5 mm, Nach
den Erkenntnissen aus den Kontrollen dürfte es sich dabei um die
geringste Blechstärke handeln. Für
Fahrzeuge zum Transport von Lkw wird eine größere Blechstärke
verwendet. Blechtyp
2:
Trapezblech;
Blechstärke 2,5 mm. Beide
Blechtypen sind mit Langlöcher 49 x 20 mm versehen. Von
der Fa. Kostinek in Karlsruhe wurden 2 Sondermodelle (hier Modell 1 + 2)
von Anschlagmittel zu Versuchszwecken hergestellt, mit welchen Zugversuche
durchgeführt wurden. Dabei handelte es sich um t-förmige Knebel, welche
mit einer Ringmutter verbunden waren. Handelt
es sich bei den Knebeln noch um Versuchsteile einfachster Fertigung ohne
Prüfung irgendwelcher Art, waren die Ringmuttern bereits geprüfte
Lagerteile. Während
sich das Modell 1 in dem Langloch drehen konnte, war das Modell 2 so
ausgelegt, dass ein Drehen nicht möglich war. Als
einsatzfähige und geprüfte Anschlagmittel sollen diese dazu führen,
dass die beim Fahrzeugtransport notwendigen Zurrmittel den technischen
Regeln entsprechend eingehängt werden können und die einzuleitenden Kräfte
als Flächenbelastung auf das Lochblech wirken.
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| Versuch
1 |
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| Versuch
2 |
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| Versuch 3 |
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| Versuch
4 |
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| Versuch
5 |
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| Versuch 6
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| Versuch 7 |
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| Einige
Fahrzeugaufbauten unterscheiden sich lediglich in der Stärke der
verwendeten Lochbleche. Jedoch hat z.B. die Fa. Rolfo einen größeren
Lochabstand. Die Zwischenstege sind hier 50 mm breit. Auch die Fa. Kässbohrer
benutzt verschiedentlich Bleche mit größeren Zwischenstegen. Die handelsüblichen
Haken werden hier nur auf der Spitze belastet. |
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| Versuch
8 |
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Wie
in Gesprächen mit den Fahrern der Transportfahrzeuge zu erfahren war,
wird das Model 2 favorisiert, weshalb durch die Fa. Kostinek die Kosten
der Herstellung nur für dieses Modell ermittelt wurde. Ein
vergleichbares Anschlagmittel war im Fachhandel nicht zu erhalten. Die
mit den Versuchen ermittelten Anhaltswerte haben ergeben, dass schon mit
den Probeanschlagmittel sowohl beim Transport von Pkw als auch teilweise
(gewichtsabhängig) von Lkw für eine korrekte Ladungssicherung gesorgt
werden kann. Die Anhaltswerte deuten jedoch auch darauf hin, dass nur
damit die in der DIN 75 410 geforderte Mindestbelastbarkeit von 2 000 daN
pro Zurrpunkt bedingt erreicht werden kann. Hier sind eventuell
Unterschiede zwischen Pkw- und Lkw-Transportern in Einbezug der Materialstärke
des verwendeten Lochbleches zu erwägen. Neben
der korrekten Anwendung der standardmäßigen Haken dürften damit auch
weniger bzw. keine Beschädigungen an den Aufbauten der
Transportfahrzeugen entstehen, was wiederum zu weniger Beanstandungen bei
den Verladeaudits führt. Eine rasche Amortisation der Kosten kann somit
vorausgesetzt werden. Eine
Überarbeitung der VDI 2700/8 unter Einbindung des Lkw-Transportes und
dessen spezifischen Gegebenheiten ( z.B. Getriebestellung)
ist somit auch in Anbetracht der §§ 22 StVO, 13 StVZO, 412 HGB
(Pflichten des Versenders) sowie den allgemeinen technischen Regeln
erforderlich, welche darüber hinaus auch der Qualitätssicherung (VDI
2700 Blatt 5) dienen würde.
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Seit
November 2002 wird durch die Fa. Kostinek ein geprüftes Anschlagmittel
vertrieben, welches aus den Versuchen abgeleitet wurde. Neben
Lohr- , Kässbohrer- und Rolfo-Aufbauten dürfte das Zubehörteil auch bei
weiteren Transportfahrzeugen einsetzbar sein. |
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Polizeihauptmeister a.D. Franz Rößler Januar 2006 Tel.
07246 / 6985 |
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