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des Monats - Februar 2012 |
| Domino-Effekt |
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Als Domino-Effekt bezeichnet man eine Abfolge von – meist ähnlichen – Ereignissen, von denen jedes einzelne zugleich Ursache des folgenden ist und die alle auf ein einzelnes Anfangsereignis zurückgehen (aus wikipedia).
Auf
diesem Lkw stehen, schräg gegen die rechte Seitenbordwand
„gelehnt“, drei Pakete Porenbeton- steine. Sie sind in Folie
eingeschrumpft und stehen auf Holzpaletten.
Abbildung 2: Dimitri Schmidt
Von hinten sieht man, dass neben diesen
drei Paletten weitere Paletten stehen; bzw. sich jetzt gegen die
Seitenbordwand lehnen. So entstand ein Formschluss nach vorn,
durchgehend bis zur Stirnwand. Über jedes Palettenpaar wurde ein
Spanngurt gelegt. An den Kanten waren Kantenwinkel aus
Kunststoff angebracht, damit die in die Zurrgurte eingeleitete
Vorspannkraft einen möglichst großen Teil der Ladung sichern
konnte und die drucksensible Ladung vor den Gurten geschützt
war. Genau das ist nicht geschehen und wurde
dieser Verladung zum Verhängnis, oder anders ausgedrückt, die
Vorstufe zum "Anfangsereignis".
Wenn eine Ladung kippgefährdet ist, dann
bedarf sie einer höheren Sicherung, als eine nicht kippgefährdete
Ladung.
Abbildung 3: KLSK
Zunächst ist der Schwerpunkt zu ermitteln. Das ist bei dieser homogenen Ladung sehr einfach. Er befindet sich genau in der Mitte des Steinpaketes. In der Skizze ist er mit einem blauen Kreuz im Kreis (Schwerpunktsymbol) gekennzeichnet. Nun wird die Lage des Schwerpunktes nach seiner Höhe über der Ladefläche und dem seitlichen Abstand bis zur Kippkante der Ladeeinheit, ermittelt.
Die Ladung ist mit Palette etwa 1,65m hoch; die halbe Höhe ist der Schwerpunkt, also 82,5cm. Die Ladung ist 75cm breit; Die Hälfte davon ist die Schwerpunktbreite, also 37,5 cm.
Rechnung: BS 37,5 : HS 82,5;
37,5 : 82,5 = 0,45
Berechnet man die Kippgefahr zur Seite,
dann muss das Ergebnis der Rechnung mindestens 0,7 betragen,
erst dann ist die Ladung standfest und nicht mehr kippgefährdet.
Werden dann noch rutschhemmende Materialien
unter die Paletten gelegt, dann reicht schon ein Spanngurt je
Palettenpaar aus, um die Sicherung in alle Richtungen zu gewährleisten.
Abbildung 4: KLSK
Eine Firma, die Hersteller von Gasbetonsteinen ist und u. a. auch gelbe Folien verwendet, achtet vorbildlich darauf, dass kein Fahrzeug ihr Firmengelände mit einer unzureichenden Ladungssicherung verlässt. Somit ist dieser Fall ein Indiz dafür, dass dieses Fahrzeug nicht bei dieser Firma beladen wurde, sondern in einem Baustoffhandel. Diese Firma bietet ihren Kunden Gabelverlängerungen an, damit man die Paletten mit dem Gabelstapler immer formschlüssig auf das Fahrzeug verladen kann.
Da auf der Baustelle aber meistens ein Stapler fehlt, muss wieder zur Palettenzange (oder Hebeschlaufen) gegriffen werden. Jetzt stehen die Paletten aber direkt aneinander und die Zange passt nicht mehr dazwischen. Was nun? Hier hilft wieder die Firma mit der gelben Folie weiter. Sie hat einen sogenannten Vorzugaufsatz, der einfach an der Zange montiert wird. Damit wird die Palette ein Stück vorgezogen, sodass dann die Zange wieder zum Abladen benutzt werden kann.
Mit ein wenig Mühe kann das oben beschriebene Ereignis von vorn herein verhindert werden.
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