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Einleitung
Tag für Tag werden große Mengen unterschiedlicher Ladungen mit Fahrzeugen über die Straße transportiert. Die mit dem Transport betrauten Personen (z.B. Disponent, Lademeister, Stapelfahrer, Fahrzeugführer, Halter des Transportfahrzeuges) sind dafür verantwortlich, dass die Güter verkehrssicher auf der Ladefläche verstaut werden, so dass niemand während des Transportes durch die Ladung gefährdet wird und die Ware das Ziel unbeschädigt erreicht.
Untersuchungen und Unfallauswertungen in den letzten Jahren haben jedoch ergeben, dass im Bereich der Ladungssicherung einiges im Argen liegt. Die Unfälle, sowohl im Straßenverkehr wie auch beim Umschlag, bei denen mangelnde Ladungssicherung als Ursache erkannt wurde, häufen sich. Personenschäden, teils mit tödlichem Ausgang, und hohe Sachschäden sind die Folge.
Beim Transport wirken unterschiedliche Kräfte auf die Ladung. In Bezug auf die Ladungssicherung müssen insbesondere die Massen- und Reibungskräfte berücksichtigt werden (Erläuterungen hierzu siehe VDI-Richtlinie 2700). Diese Werte entscheiden maßgeblich darüber, welche Sicherungsmethode sich am besten eignet, eine Ladung ordnungsgemäß zu sichern.
Eine Ladung kann in vielfacher Form auf einer Ladefläche gesichert werden. Wenig Probleme treten bei einer vollflächigen (formschlüssigen) Verladung ohne Ladelücken auf. Unter solch optimalen Voraussetzungen ist nur ein geringer Aufwand zur Ladungssicherung erforderlich. Derartige Ladungen sind jedoch eher selten. Oftmals werden während des Transportes Teilladungen zu- bzw. abgeladen, so dass die Ladungssicherung immer wieder neu bewertet werden muss.
Ein großes Problem beim Transport einer Ladung besteht immer darin, die Anzahl der erforderlichen Hilfsmittel zu bestimmen, die für eine ordnungsgemäße Sicherung erforderlich sind.
Um die Art der Sicherung bzw. Anzahl der erforderlichen Sicherungsmittel bestimmen zu können, müssen verschiedene Faktoren bekannt sein.
Eine Angabe, wie z.B. die Masse (Gewicht) der Ladung, kann aus den vorhandenen Begleitpapieren entnommen werden.
Wichtigster Faktor für die Bewertung der Ladungssicherung ist die Ermittlung des tatsächlich vorhandenen Gleit-Reibbeiwertes µ (sprich „mü“) zwischen der Ladung/Ladefläche bzw. den Ladeeinheiten untereinander. Dieser Wert ist bei allen Materialpaarungen unterschiedlich.
Lange Zeit gab es als Richtwerte nur die Angaben über einige wenige Materialpaarungen aus dem „Dubbel“ (Handbuch für den Maschinenbau, letzte Ausgabe von 1997).
In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Gleit-Reibbeiwerten veröffentlicht. Sie basieren auf Versuche, die von unterschiedlichen Personen/Organisationen teilweise auf theoretischem Weg, teilweise in praktischen Klein- oder Großversuchen durchgeführt worden sind.
Auch die Universität Dortmund hat solche Versuche durchgeführt. Die Gleit-Reibbeiwerte zwischen verschiedenen Materialpaarungen wurden mit einer speziellen Zugeinrichtung im Labor ermittelt, welche eine gleichbleibende Abzugsgeschwindigkeit garantiert und somit wissenschaftlich belegbar sind.
Man muss berücksichtigen, dass die getesteten Materialien und Bedingungen in einem Versuch nie identisch sein können mit den Bedingungen in der Praxis.
Eine Materialoberfläche kann abweichen in ihrer Struktur, Maserung, Feuchtigkeit, Temperatur etc. , eine Ladefläche kann trocken, feucht, nass, glatt, rau, fabrikneu, abgenutzt, verschmutzt, verrostet usw. sein.
Trotz aller Bemühungen, bei den Versuchen gleiche Bedingungen herzustellen, sind Abweichungen von bis zu 0,1 µ keine Seltenheit.
Aus diesem Grunde können die in einem Versuch ermittelten Ergebnisse bei der Bewertung einer Ladungssicherung nur Richtwerte darstellen.
Grundsätzlich sollte vor Ort immer vom niedrigsten bekannten Gleit-Reibbeiwert ausgegangen werden. Mit dem dadurch etwas erhöhten Aufwand an Ladungssicherung ist man auf der sicheren Seite und leistet einen großen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr.
Der REK ist ein mobiles Hilfsmittel zum Einsatz bei Verladungen, Kontrollen, Schulungen etc..
Wenn die Vorgaben der Gebrauchsanleitung eingehalten werden, kann mit dem REK eine sehr gute Einschätzung des tatsächlich vorliegenden Gleit-Reibbeiwertes vor Ort erfolgen. Eine wissenschaftliche Messung, die reproduzierbare Ergebnisse erbringt, ist mit diesem Gerät nicht durchzuführen. Vergleichsmessungen haben gezeigt, dass mit dem REK Werte mit einer maximalen Abweichung von ± 10 % erreicht werden.
Wichtiger Sicherheitshinweis:
Das Gerät darf nur sachgerecht eingesetzt werden. Aufgrund seiner Form besteht bei unsachgemäßer Anwendung Verletzungsgefahr. Nicht werfen, nicht verschlucken, nicht ins Feuer legen, nicht unbeaufsichtigt kleinen Kindern überlassen.
Der KLSK übernimmt keine Haftung für Schäden, welche durch Nutzung des REK entstehen.
Beschreibung
Der Königsberger Reibklotz (REK) dient zur einfachen Eingrenzung des Gleit-Reibbeiwertes. Dieser wird mit dem griechischen µ bezeichnet. Multipliziert man die Gewichtskraft FN mit dem Gleit-Reibwert µ, so erhält man die Reibkraft FR, die erforderlich ist, einen Gegenstand auf einer Unterlage zu bewegen.

Genauer gesagt erhält man die Kraft, die erforderlich ist, einen Gegenstand in einer gleichbleibenden, gleitenden Bewegung zu halten.
In der praktischen Anwendung beschreibt z.B. ein µ=0,5 die Tatsache, dass um einen Gegenstand, der eine Masse von 1.000 kg hat, und damit eine Gewichtskraft von ca. 1.000 daN (1 daN = gerundet ca. 1 kg) ausübt, eine Kraft von 500 daN erforderlich ist, um diesen Gegenstand in einer konstanten, gleichbleibenden Gleitbewegung zu halten. Vereinfacht kann gesagt werden, dass ein µ von 0,5 einem Gleit-Reibbeiwert von 50 % der Gewichtskraft entspricht.
Um den Gleit-Reibbeiwert µ möglichst einfach darstellen zu können, wurde der REK so ausgelegt, dass er im Versuch ein Prüfgewicht von 1.000 g +/- 5,0 g erreicht. Dazu muss beim Versuch ein mobiler Materialträger auf oder unter den REK gelegt werden.
Mittels Kraftmesser (Präzisionsfederwaage mit einer Messskala bis 1.000 g) wird der REK horizontal über den jeweiligen Untergrund gezogen. Dabei kann über eine Skala der entsprechende Gleit-Reibbeiwert abgelesen werden. Die Skalierung ist so gewählt, dass die abgelesenen Werte am Kraftmesser in kg dem Gleit-Reibbeiwert µ entsprechen.
Beispiel: abgelesener Wert am Kraftmesser: 300 g = 0,3 kg entspricht einem Gleit-Reibbeiwert µ = 0,3
Bei dem REK handelt es sich um einen Vierkantstab, dessen Längsseiten mit unterschiedlichen Materialien (RH-Matte, Holz sägerau, Metall, Aluminium) bestückt sind. Drei weitere Materialien (Siebdruck rau, Siebdruck glatt und Holz glatt) befinden sich auf zusätzlichen mobilen Materialträgern. In der Grundausstattung können somit 7 Materialpaarungen mit dem REK getestet werden.
Er ist auf einer Kopfseite mit einer Öffnung versehen, in der sich Ausgleichsgewichte befinden. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Haken, an dem der mitgelieferte Kraftmesser eingehängt wird.
Die Verbindung des REK mit den Materialträgern geschieht ausschließlich über Reibung. Der REK wurde auf einer Seite mit einer rutschhemmenden Matte, die variablen Materialträger auf ihrer Rückseite mit einem reibwerterhöhenden Material bestückt.
Der Vorteil des mobil einsetzbaren REK ist, dass der tatsächliche Zustand der Ladefläche oder Ladung vor Ort mit allen Parametern, welche die Reibung positiv bzw. negativ beeinflussen (wie Feuchtigkeit, Temperatur, Verschmutzung etc.) erfasst wird.
Mit dem REK sind Sie in der Lage, den Gleit-Reibbeiwert zwischen unterschiedlichen Materialpaarungen deutlich zu vermitteln. Weiterhin kann mit dem REK deutlich aufgezeigt werden, wie sich der Gleit-Reibbeiwert auf einer Ladefläche mit unterschiedlichen Materialien, Abnutzungen, Verunreinigungen etc. verändert.
Nachteilig gegenüber einer Labormessung ist, dass der Prüfkörper von Hand nur subjektiv mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit über die zu prüfende Fläche bzw. das zu prüfende Material gezogen werden kann.
Der REK sollte nicht zum Einsatz kommen bei „saugfähigen“ Ladeflächen, die mit Öl oder anderen, die Reibung beeinflussenden Flüssigkeiten verunreinigt ist.
Es wird hiermit nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die mit dem REK ermittelten Gleit-Reibbeiwerte grundsätzlich nicht gerichtsverwertbar sind. Die Ergebnisse dienen lediglich der Verdeutlichung der vor Ort vorhandenen bzw. wirkenden Reibung.
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per email, reibklotz@klsk.info,
oder per Fax, 02642/9059847
Abbildungen:
| Alu-Rahmenkoffer |
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Abbildung 1 |
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Abbildung 2
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Abbildung 3 |
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Abbildung 4: Alu-Rahmenkoffer |
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